Husserl und die klassische deutsche Philosophie

28 06 2011

Tagungsankündigung und Call for Papers

Humboldt-Kolleg

(unterstützt von der Alexander von Humboldt-Stiftung)

 

Parma, 12.–14. März 2012

 

 

im Zusammenhang mit einer

 

Graduate Student Conference

 

(Nachwuchstagung)

 

zum gleichen Thema

 

Parma, 15. März 2012

 

Vorstellung des Tagungsthemas:

 

Seitdem nach und nach der ganze Umfang des Husserlschen Oeuvres sichtbar wird, ist es deutlich geworden, dass Husserl als Bestandteil der Tradition der klassischen deutschen Philosophie – von Kant über Fichte und Schelling bis Hegel – angesehen werden muss. Husserls Phänomenologie ist eine höchst originelle Form von Transzendentalphilosophie, die sich mit allen großen Themen befasst hat, die zu den Hauptthemen der klassischen deutschen Philosophie gehören. Dennoch ist die Husserl-Forschung außer Andeutungen auf diese Beziehungen nicht in großem Stil und Umfang eingegangen – noch nicht. Husserl in die Tradition der klassischen deutschen Philosophie einzureihen, ist wohl die größte Herausforderung in der gegenwärtigen Husserl-Forschung. Umgekehrt hat sich die Forschung in den Bereichen Kant, Deutscher Idealismus und Neukantianismus Husserl auch nur zögerlich geöffnet, weil das Husserlsche Gesamtsystem mit seinen weit verzweigten Themen und Perspektiven erst langsam zum Vorschein kommt.

Als konzentrierter Auftakt hierzu wird im März 2012 eine von der Alexander von Humboldt-Stiftung finanzierte Tagung (Humboldt-Kolleg) zum Thema „Husserl und die klassische deutsche Philosophie“ stattfinden, die bewusst Forscher beider Traditionen einbezieht. Es soll untersucht werden, wodurch Husserl und der klassischen deutschen Philosophie gemeinsame Themen auf dieselbe oder unterschiedliche Art und Weise ausgestaltet und entwickelt werden. Ziel ist es, Husserls Philosophie nicht nur als festen Bestandteil der klassischen deutschen Tradition zu etablieren, sondern auch, Husserl damit anschlussfähig an gegenwärtiges Philosophieren etwa in der Tradition der Philosophie des Geistes zu machen, die schon lange die deutsche Tradition zwischen Kant und Hegel entdeckt hat.

 

Call for Papers:

 

Im Anschluss an die Tagung ist ein Tag wissenschaftlichen Vorträgen (max. 30 Minuten + 15 Minuten Diskussion) von Nachwuchswissenschaftlern gewidmet, die zu den hier genannten Themen arbeiten. Diese Tagung findet am Tag nach der „offiziellen” Tagung, am 15. März, statt.

 

Eingeladene Nachwuchswissenschaftler sind während der drei Tage des Humboldt-Kollegs herzlich willkommen, wie die Tagung auch für alle Interessierten offen und die Teilnahme kostenlos ist. Kosten für Reise und Unterkunft können leider nicht übernommen werden. Eine Liste kostengünstiger Hotels und Restaurants wird im Januar 2012 zur Verfügung gestellt.

 

 

Wir bitten um Einreichung von ausführlichen Abstracts (auf deutsch, englisch oder italienisch, 1–2 Seiten) bis zum 13. November 2011 an:

 

 

Prof. Dr. Faustino Fabbianelli, E-Mail: faustino.fabbianelli@unipr.it.

 

 

Die eingeladenen Nachwuchswissenschaftler werden gebeten, ihre vollständigen Papers ca. 2 Wochen vor dem Treffen einzureichen, damit sie unter den anderen Teilnehmern zirkulieren können.

 

Keynote-Redner:

Rudolf Bernet (Leuven) und Stefano Poggi (Florenz)

 

Themen und weitere Redner:

I. (Selbst-)Bewusstsein: Alexander Schnell (Paris), Colin J. Hahn (Milwaukee)

II. Intersubjektivität: Tanja Stähler (Sussex), Klaus Erich Kaehler (Köln)

III. Gegenstand: Faustino Fabbianelli (Parma), Christian Krijnen (Amsterdam)

IV. Zeit: Smail Rapic (Wuppertal), Luca Bisin (Mailand)

V. Das Selbstverständnis der Philosophie: Sebastian Luft (Milwaukee), Thane M. Naberhaus (Emmitsburg)

VI. Praktische Philosophie: Bernward Grünewald (Köln), Beatrice Centi (Parma)

VII. Kultur und Geschichte: Ernst Wolfgang Orth (Trier), David Carr (Atlanta, New York)

VIII. Husserls Auffassung der klassischen deutschen Philosophie: Julia Jansen (Cork), Massimo Ferrari (Turin)

 

Organisiert von

Faustino Fabbianelli (Universität Parma, Italien)

und

Sebastian Luft (Marquette University, USA)

 

Weitere Informationen zu den Örtlichkeiten, Anreise und Unterkunft sowie das Tagungsprogramm werden ca. zwei Monate vor der Tagung bekannt gegeben.

 

Bitte richten Sie sonstige Anfragen an die Organisatoren:

Prof. Dr. Faustino Fabbianelli, E-Mail: faustino.fabbianelli@unipr.it

Prof. Dr. Sebastian Luft, E-Mail: sebastian.luft@marquette.edu

 

 

Quelle: DGPhil

 

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